Gehölz

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Definition

Oberbegriff für Baum und Strauch

  1. Sammelbegriff für folgende Lebensformen: Phanerophyt (Luftpflanze) und Chamaephyt (Zwergpflanze), z.T. auch Epiphyt (z.B. Mistel Viscum album).
  2. Untergliederung der Baumschulgehölze nach der standartisierten "Namensliste der Gehölze" vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) in sechs Kapitel: Laubgehölze, Bambus, Rhododendron, Nadelgehölze, Rosen und Obstgehölze. Die Kletterpflanze zählt nicht dazu, da sie keine eigene Lebensform ist, sondern nur eine andere Wuchsform hat, die bei allen Lebensformen auftreten kann (Stauden, Einjährigen und Sträuchern).
  3. Lebensbereich nach HANSEN:
  • Er ist durch Bäume und Großsträucher (einzeln oder in Gruppen bis zu Wald) mit den artunterschiedlich ausgeprägten Standortfaktoren Verschattung, Wurzeldruck, Laubfall sowie differenzierte Bodenfeuchten (G1, G2 und G3) gekennzeichnet.
  • Im Lebensbereich Gehölz (G) finden sich heimische Waldstauden, die im Bereich gut eingewachsener Bäume mit "reifem" (humosen, frischem) Boden zu pflanzen sind.
  • Dem gegenüber stehen Stauden mit beetstaudenähnlichem Charakter, meist durch stattlichere Erscheinung, üppigem Wuchs und auffällige Blüten sehr wirkungsvoll, aber auch anspruchsvoller an Boden und Pflege.

Quellenangabe

  • HANSEN, RICHARD und STAHL, FRIEDRICH: Die Stauden und ihre Lebensbereiche in Gärten und Grünanlagen. Verlag Eugen Ulmer Stuttgart 1997.
  • EVERT, KLAUS-JÜRGEN (Hg.): Lexikon - Landschafts- und Stadtplanung. Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001.
  • GÖTZ, HANS und HÄUSSERMANN, MARTIN: Grün ist Leben BdS-Handbuch III Stauden. Österreichischer Agrarverlag Druck- und Verlagsges.m.b.H.Nfg.KG Wien 2007.

Verschlagwortung