Nutzungen

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Ganz allgemein steht das Wort Nutzen für Vorteile, die man aus etwas zieht. Nicht zuletzt nutzen wir die natürlichen Systeme bzw. räumlich die Landschaften oder "Flächen" (auch wenn dies ein sehr geometrischer Begriff ist). Entsprechend den unterschiedlichen Interessen, kann diese Nutzung etwa die zur Gewinnung von Lebensmitteln sein (Landwirtschaft), die zur Erholung, die zum Siedeln usw. In diesem Sinne wird in der Raumordnung und Landschaftsplanung einfach von den Nutzungen - besser den Flächennutzungen - gesprochen, wenn man in vereinfachter und typisierter Art die momentan vorhandene Form der Inanspruchnahme - die Realnutzung - meint oder eine geplante Umnutzung.

Der Konkretisierungsgrad bzw. die Systematik ist dabei sehr unterschiedlich. So unterscheidet man z.B. in vielen Plänen als Hauptnutzungen in Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Siedlung, Erholung, Verkehr, Ent- und Versorgung, Wasserwirtschaft, Abbau von Lagerstätten und Sondernutzungen.

Diese Klassifizierungen sind in konkreten Planungen aber zu grob, denn innerhalb der Landwirtschaft gibt es natürlich erhebliche Unterschiede zwischen Ackerbau und Viehzucht, zwischen intensiver und extensiver Bewirtschaftung usw. Verkehrsflächen sind zu unterscheiden in die für Luft-, Wasser, Schienen- und Straßenverkehr, jeweils wieder mit Untergliederungen (z.B. Klassifizierung der Straßen, Anlagen für ruhenden Verkehr u.ä.) Siedlungsflächen muss man die Art der baulichen Nutzung unterscheiden, etwa die für Wohnen, Gewerbe, Industrie oder Sondernutzungen.

Der Begriff der (Flächen)Nutzung ist also ein Überbegriff über sehr unterschiedliche Inhalte. In diesem Sinne ist er sehr praktikabel. So sprechen wir ganz selbstverständlich von Nutzungskonzepten und Nutzungskonflikten, von Vorrang- und Mehrfachnutzungen und insbesonder vom Flächennutzungsplan, der als wichtigstes räumliches Planungsinstrument den Nutzenbegriff sogar im Namen trägt. (Du)


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