Planung

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Der Begriff der Planung wird unterschiedlich und oft falsch verwendet. Planung ist nämlich weder Organisation noch Steuerung und schon gar nicht Entscheidung.

Planung ist ein kreativer – von den realen Gegebenheiten ausgehender – Entwurf einer künftigen Situation. Sie schlägt Ziele vor und zeigt Wege zu deren Realisation auf. Planung ist, um es herauszustreichen, im Kern das systematische, zukunftsbezogene Durchdenken von Möglichkeiten, das Definieren von Zielen und die Bestimmung der Wege und Mittel zur Erreichung der Ziele. Sie ist ein methodisch durchgeführter Prozess der Informationsverarbeitung und bereitet (möglichst sinnvolle) Entscheidungen vor.

Im täglichen Leben plant man ein Fest, einen Urlaub, ein Studium. Oft kommt es anders. Zum Teil deswegen, weil man nicht wirklich systematisch und methodisch vorgeht. Doch auch, weil die Zukunft immer offen ist. Doch ohne Konzept und Ziel herrschten nur Zufall und Willkür. Planung ist somit notwendig. Dennoch ist der Begriff in der Bevölkerung oft mit Befürchtungen der Bevormundung oder Beherrschung verbunden (alles wird verplant, Planwirtschaft, nutzlose Theorie).

Im Sinne der Raumordnung und der Landschaftsplanung ist die Planung die geistige und handwerkliche Tätigkeit zur Erstellung eines Plans. Ein solcher Plan (oft ganze Planwerke) besteht in der Regel aus (mindestens) textlichen und zeichnerischen Darstellungen (Karten). Sind diese fertiggestellt, so liegt der Plan vor. Im engeren Sinne ist also die Planung die Phase bis zur Genehmigung. Auf die Planung folgt (hoffentlich) die Realisierung (Ausführung, Umsetzen der geplanten Maßnahmen).

Nicht verwechseln sollte man die Planung als Prozess der Planerstellung mit dem Planverfahren. Mit diesem Begriff bezeichnet man nämlich rechtlich und organisatorisch die formalen Abläufe oder Verfahren z.B. zur Aufstellung, Änderung oder Aufhebung von Plänen, einschließlich der Beteiligungsverfahren, Beschlussfassung, Offenlegung usw. (Du)


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